Rolf-Ulrich Kunze: Inseljahre (Roman)

Rolf-Ulrich Kunze: Inseljahre (Roman)

„Klas­tow hat­te Hans auf der Durch­rei­se kurz vor sei­ner Abfahrt nach Ber­lin Ende Sep­tem­ber schnör­kel­los gefragt, ob er bereit wäre, dar­an mit­zu­wir­ken, Hit­ler zu stür­zen und zu töten. Er gehör­te zu einer Grup­pe von Offi­zie­ren, denen schon vor dem Sep­tem­ber ’39 klar gewe­sen war, dass Hit­ler weg muss­te. Klas­tows ein­zi­ger Kom­men­tar zu Hans’ bedenk­zeit­lo­ser Ant­wort war ein lan­ger, hin­ter­grün­dig trau­ri­ger Blick:

Ein Nes­sos­hemd, das brau­che ich Ihnen nicht zu sagen. Das ist es, wofür Sie sich so bereit­wil­lig ent­schie­den haben, wie ich erwar­ten muss­te. Jetzt tra­gen wir es bei­de. Sie hel­fen der Sache und mir dadurch, dass Sie auf die Insel gehen.“

Der zeit­his­to­ri­sche Roman Insel­jah­re ist die Geschich­te des Lübe­cker His­to­ri­kers Hans Ben­t­hien, der 1942 als Orts­kom­man­dant auf die west­frie­si­sche Nord­see­insel Ter­schel­ling in den besetz­ten Nie­der­lan­den kommt. Der kon­ser­va­ti­ve Hit­ler-Geg­ner, ein rand­stän­di­ger Mit­ver­schwo­re­ner des Offi­zier­s­wi­der­stands gegen Hit­ler, ver­liebt sich dort in Will­emi­jn Heem­stra, die Toch­ter des refor­mier­ten Orts­pas­tors. Will­emi­jn ist Leh­re­rin, Sozia­lis­tin und mit ihrem Vater füh­rend im Ter­schel­lin­ger Wider­stand gegen die Besat­zer. Mit dem fort­schrei­ten­den Kriegs­ver­lauf wird die Lage auf der Insel kom­pli­zier­ter. Hans ver­sucht, die Aktio­nen des dor­ti­gen Wider­stands vom Fest­land abzu­schir­men, wofür er über Pas­tor Heem­stra und Will­emi­jn mit den Wider­ständ­lern in Kon­takt tre­ten muss.
Der 20. Juli 1944 hat vor Ort einen ganz ande­ren Ver­lauf als auf dem Fest­land. Bis zur spä­ten Befrei­ung der Insel durch die Eng­län­der im Juni 1945 ver­stri­cken sich alle Han­deln­den in Hoff­nun­gen, Schuld und Widersprüche.

* * *

Rolf-Ulrich Kun­ze, geb. 1968 in Osna­brück, ist Prof. für neue­re und neu­es­te Geschich­te am Karls­ru­her Insti­tut für Tech­no­lo­gie (KIT). Jen­seits der fac­t/­fic­tion-Demar­ka­ti­ons­li­nie ver­öf­fent­lich­te er Sati­ren für den Hör­funk, die Frank­fur­ter Rund­schau und den EULENSPIEGEL. Nach sei­nem 2016 erschie­ne­nen Roman Cambdon, Mai­ne liegt nun der ers­te Teil einer Roman­fol­ge über den fik­ti­ven deut­schen His­to­ri­ker Hans Ben­t­hien (Jahr­gang 1910) vor.

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